Komplexe Herausforderungen in der familienrechtlichen Begutachtung souverän meistern
Hochstrittige oder psychisch erkrankte Eltern, umgangsverweigernde Kinder und komplexe Sachverhalte in der Begutachtung – die Anforderungen an psychologische Sachverständige im Familienrecht sind hoch. Unsere Webinar-Reihe “Aus der Praxis – für die Praxis: Tipps für psych. Gutachten im Familienrecht“ bietet Ihnen praxisnahe Unterstützung und fachliche Expertise, um diesen Herausforderungen professionell zu begegnen. Profitieren Sie von wertvollen Erkenntnissen und bewährten Methoden, die Ihnen in Ihrer Arbeit Sicherheit und Struktur geben.
Diese Inhalte erwarten Sie
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Modul 1 - Herausforderungen bei der Begutachtung hochstrittiger Eltern
Hochstrittige Elternpaare stellen besonders hohe Ansprüche an Sie als Gutachter:in, da häufig ein Klima von Misstrauen und Sorge vor Parteilichkeit herrscht. Sie beobachten sich gegenseitig kritisch und befürchten, dass ein Elternteil bevorzugt werden könnte. Dies führt oft zu Anträgen auf Befangenheit, heimlichen Audio- oder Videoaufnahmen und sogar Vorwürfen der Falschbegutachtung.
In der Veranstaltung lernen Sie konkrete Strategien kennen, um strukturiert und professionell mit den Eltern zu arbeiten. Dabei liegt der Fokus auf der Gestaltung klarer, gut nachvollziehbarer Gutachten sowie auf der sensiblen Interaktion mit den Eltern, ohne dabei selbst ins Kreuzfeuer zu geraten.
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Modul 2 – Umgangsverweigerung durch das Kind
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Umgangsfragen mit umgangsverweigernden Kindern gehören zu den schwierigsten Begutachtungsaufträgen. Die Umgangsverweigerung kann vielschichtig sein, es können sowohl Gründe in dem umgangsbegehrenden Elternteil zu finden sein, aber auch in dem betreuenden Elternteil. Die Umgangsverweigerung kann auch eine Bewältigungsform des Kindes sein, um sich vor dem elterlichen Konflikt zu schützen.
Wir beleuchten sowohl die Diagnostik des Kindes als auch die Struktur der Begutachtung und ordnen zentrale Konzepte wie Bindungstoleranz, Gatekeeping und den Kindeswillen in den Kontext gerichtlicher Fragestellungen ein. Sie erhalten praxisnahe Hinweise zur Gestaltung der Interaktionsbeobachtung und erfahren, welche Fallstricke dabei zu vermeiden sind.
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Modul 3 – Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls nach §1666
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Fälle nach § 1666 BGB umfassen ein breites Spektrum, von unklaren Gefährdungen über Fremdunterbringungen bis hin zu Rückführungswünschen der Eltern. Häufig spielen psychische Störungen der Eltern eine Rolle, wodurch die Anforderungen an Sie als Sachverständige:r besonders hoch sind. Ein zentraler Fokus liegt auf der Umsetzung der gerichtlichen Fragestellung in konkrete Untersuchungspläne unter Berücksichtigung der Kindeswohlschwellen. Dabei müssen Gefährdungen klar beschrieben und die Auswirkungen eines Bindungsabbruchs zu den leiblichen Eltern psychologisch eingeordnet werden.
Die Veranstaltung vermittelt Ihnen praxisnahe Hinweise für ein strukturiertes Vorgehen, um diese komplexen Aufgaben zu bewältigen. Zusätzlich werden Methoden vorgestellt, um Eltern zur Annahme von Hilfen zu motivieren und so die Arbeit im Alltag zu erleichtern.
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Modul 4 – Auswirkungen psychischer Erkrankungen der Eltern auf die Kindeswohlgefährdung
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Psychische Erkrankungen wie Suchterkrankungen, Angststörungen oder emotional-instabile Persönlichkeitsstörungen stellen oft eine Herausforderung im Kinderschutz (§1666 BGB) dar. Doch wie beeinflussen diese Erkrankungen die Erziehungsfähigkeit und das Wohl der Kinder?
Menschen mit psychischen Erkrankungen werden in der Gesellschaft häufig ausgegrenzt und begegnen den Fachpersonen im familienrechtlichen Verfahren folglich misstrauisch. Dies erfordert eine besonders feinfühlige Herangehensweise, damit die Eltern sich in den Gesprächen überhaupt mitteilen können. Nicht selten eröffnet dies die Chance, auch einvernehmliche Konzepte zur Absicherung des Kindeswohles mit allen Beteiligten zu entwickeln.
Unsere Modul-Reihe „Aus der Praxis – für die Praxis: Tipps für psych. Gutachten im Familienrecht“ ist auch einzeln buchbar:
Modul 1
Psych. Gutachten Familienrecht Hochstrittigkeit | Reguvis
Modul 2
Psych. Gutachten Umgangsverweigerung | Reguvis
Modul 3
Psych. Gutachten Kindeswohlgefährdung §1666 | Reguvis
Modul 4
Anerkennungen
Sie haben die Möglichkeit, Ihre Teilnahme gemäß §15 FAO anerkennen zu lassen
Die Veranstaltung richtet sich an psychologische Sachverständige im Familienrecht sowie an Verfahrensbeiständinnen und Verfahrensbeistände.
Mittwoch, 24.02.2027 | 10.00-12.30 Uhr
Mittwoch, 10.03.2027 | 10.00-12.30 Uhr
Mittwoch, 21.04.2027 | 10.00-12.30 Uhr
Mittwoch, 26.05.2027 | 10.00-12.30 Uhr
Pausenzeiten inklusive.
Die folgende Übersicht enthält eine Auswahl aller Themenbereiche, welche in unserer Veranstaltung behandelt werden.
Modul 1 – Hochstrittige Eltern – Stolpersteine vermeiden
Modul 2 – Umgangsverweigernde Kinder – Diagnostik und Intervention
Modul 3 – Strukturiertes Vorgehen im Bereich der Begutachtung von §1666 BGB
Modul 4 – Auswirkungen psychischer Erkrankungen der Eltern auf die Kindeswohlgefährdung
WEBINARINFORMATIONEN
Wichtige Hinweise
Wir freuen uns über Fallbeispiele oder explizite Themen aus Ihrer beruflichen Praxis, die Sie – spätestens 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn – per E Mail einreichen können.
In der Teilnahmegebühr enthalten
• Teilnahmebescheinigung
• Umfangreiche Vortragsunterlagen (digital)
Technische Voraussetzungen
Die Veranstaltung erfolgt über die Anwendung ZOOM.
Bitte lesen Sie frühzeitig die Systemanforderungen und führen Sie idealerweise einen System-Test bei dem genannten Systemanbieter durch.
Unsere technischen Voraussetzungen für Online-Veranstaltungen sowie weitere Fragen und Antworten finden Sie in unseren FAQs.
Eine gute Internetverbindung ist Voraussetzung!
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