Die Herausforderung
Sanktionslistenscreenings rechtssicher und zugleich effizient umzusetzen, ist für viele Unternehmen eine Herausforderung. Unterschiedliche EU‑ und US‑Regelwerke, dynamische Sanktionsentwicklungen und erweiterte Prüfpflichten – insbesondere bei wirtschaftlich Berechtigten – führen häufig zu Unsicherheit und operativen Reibungsverlusten.
Die größten Risiken entstehen dabei nicht in der unmittelbaren Prüfung von Geschäftspartnern, sondern in der Prüfung von Eigentums‑ und Kontrollstrukturen: Auch wenn der direkte Vertragspartner nicht gelistet ist, können mittelbare Anteilseigner oder kontrollierende Personen ein Geschäft unzulässig machen. Fehlende Prüflogik, unklare Prozesse und schwer dokumentierbare Entscheidungen führen zu Lieferstopps, Verzögerungen und Haftungsrisiken.
Ihr Nutzen
In diesem Training entwickeln Sie eine praxisbewährte, systematische Vorgehensweise für EU‑ und US‑konforme Screenings. Sie lernen, wann vertiefte Prüfungen erforderlich sind (z. B. wirtschaftlich Berechtigte, Beteiligungsketten, Kontrollindikatoren) und wie Sie Anforderungen wie die US‑50%-Regel oder die BIS‑Affiliate Rule sicher anwenden.
Sie bauen ein robustes Screening‑System auf, das sich nahtlos in bestehende Compliance‑Prozesse wie Datenschutz, Geldwäsche und AEO integriert – und vermeiden so Lieferstopps und Eskalationen, ohne den Vertrieb auszubremsen.
Die Veranstaltung richtet sich an Sachbearbeiter:innen, Gruppen- und Abteilungsleiter:innen, Einkäufer:innen, Verkäufer:innen und jede/n, die/der bisher keine oder keine gesicherten Kenntnisse im Bereich des Sanktionslistenscreenings hat oder ihre/seine Kenntnisse vertiefen möchte.
Mittwoch, 22.04.2026
10.00 Uhr Beginn
12.00 Uhr Ende
Die folgende Übersicht enthält eine Auswahl aller Themenbereiche, welche in unserer Veranstaltung behandelt werden sollen. Durch aktuelle Rechtsänderungen können sich Verschiebungen in den Schwerpunkten ergeben.
- Einführung: Rechtsgrundlagen und Rahmenbedingungen für das Sanktionslistenscreening
- Begriffsbestimmungen
- Gleichheiten und Unterschiede zwischen EU- und US-Recht
- Erweiterte Screening-Pflichten (insbesondere betreffend „wirtschaftlich Berechtigte“)
- Mittelbares Bereitstellungsverbot der EU („Eigentum und Kontrolle“)
- US 50% Rule des OFAC sowie Erweiterung durch die Affiliate Rule des BIS
- Best Practices
- Konflikte und Schnittmengen zu weiterer Regulatorik (Datenschutz, Geldwäsche, AEO)
- Gemeinsame Diskussion/Fragerunde
WEBINARINFORMATIONEN
Wichtige Hinweise Wir freuen uns über Fallbeispiele oder explizite Themen aus Ihrem Unternehmensalltag, welche – spätestens 3 Wochen vor Veranstaltungsbeginn – vorab per E-Mail eingereicht werden können.
In der Teilnahmegebühr enthalten
Technische Voraussetzungen Die Veranstaltung erfolgt über die Anwendung ZOOM.
Bitte lesen Sie frühzeitig die Systemanforderungen und führen Sie idealerweise einen System-Test bei dem genannten Systemanbieter durch.
Unsere technischen Voraussetzungen zu unseren Online-Veranstaltungen sowie weitere Fragen und Antworten finden Sie hier.
Eine gute Internetverbindung ist Voraussetzung!